Wie kann ich einen Gedächtnispalast aufbauen?

Gedächtnispalast aufbauen: Wer das tut, kann sich theoretisch alles merken. Der Gedächtnispalast ist eine Mnemotechnik^1  und beruht auf uralten Prinzipien, die schon in der Antike^2 recht gut beschrieben wurden. Mnemotechiken (nein, das ist kein Druckfehler) sind Merktechniken, die sich die Funktionsweise unseres Gehirns zunutze machen. So kann das eigene Wissen gut abgerufen werden.

Erfahren Sie hier, wie Sie sich Ihren eigenen Gedächtnispalast aufbauen und ihn nutzen.

Warum ist ein Gedächtnispalast so effizient?

Es gibt vier wesentliche Faktoren, die es wirklich effizient machen, sich Dinge mit einem Gedächtnispalast zu merken.


1. Loci-Methode: Gehirn erinnert Orte gut

Stellen Sie sich mal kurz ein Restaurant vor, in dem Sie nur ein einziges Mal waren. Haben Sie eins? Können Sie sich noch ganz grob erinnern, wie es dort aussah? Wenn ja, dann haben Sie ein gutes visuelles Vorstellungsvermögen. Sie haben sich einen Ort gemerkt, den Sie sich vermutlich nicht bewusst eingeprägt haben. Trotzdem wissen Sie noch so ungefähr, wie es dort aussah. Das ist unser evolutionäres Erbe. Unser Gehirn kann sich gut an Orte erinnern.

Loci ist die Mehrzahl von Locus. Das heißt nicht etwa Klo, sondern einfach Ort. Bei der Loci-Methode werden Dinge, die Sie sich merken wollen, zunächst mit einem Bild oder Symbol verknüpft. Dieses Symbol legen Sie dann mental, aber räumlich an einen bestimmten Platz. 

Loci-Methode: Gedächtnispalast aufbauen

In der Antike gab es keine billigen und handlichen Bücher. Menschen, die sich viel merken wollten, mussten sich also in der Gedächtniskunst üben. Sich einen Gedächtnispalast aufzubauen war eine sehr bekannte und verbreitete Technik. Cicero und andere antike Redner brauchten effiziente Merkstrategien, um sich auch komplexe und lange Sachverhalte gut einzuprägen. Nun wissen Sie, dass diese Technik aufgrund unseres evolutionären Erbes sehr gehirngerecht ist.


2. Studie: Das Langzeitgedächtnis erinnert Bilder gut

Unser Gedächtnis ist fehlbar, ungenau und störanfällig. Erstaunlicherweise hat eine spannende Studie gezeigt, wie unfassbar genau unser Gedächtnis für Bilder ist. Teilnehmer haben sich 5 Stunden lang Bilder von 2.500 Objekten angesehen. Dann hat man ihnen Bildpaare gezeigt und die Erinnerung an Details war "bemerkenswert hoch".

Unser Gehirn erinnert also Orte ganz ausgezeichnet und Bilder mit mehr Details als man es erwarten würde. Das entspricht der Alltagserfahrung von Lerncoaches, dass visuelle Lerner in der Schule und Uni einen großen Vorteil haben. Das ist übrigens keine Frage der Intelligenz

Die Schlussfolgerung für mich ist, dass der Aufbau eines Gedächtnispalastes allen Schülern und Studenten gezeigt werden sollte. Sie sind dann zu deutlich besseren Leistungen fähig.

Es gibt noch zwei weitere Gründe für die hervorragende Wirkung eines Gedächtnispalastes:


3. Hattie-Studie: Glaube an die eigene Leistung bewirkt Lernerfolg

Es gab 2007 eine groß angelegte Studie, die Faktoren für Lernerfolg beschreibt. Der mit Abstand wichtigste Faktor ist die "Selbsteinschätzung des eigenen Leistungsniveaus". Grob gesprochen bestimmt also der Glaube an sich selbst, ob jemand beim Lernen erfolgreich ist oder nicht.

Wenn Sie sich einen eigenen Gedächtnispalast aufbauen, dann spüren Sie unmittelbar, dass es Ihnen leichter fällt, sich Dinge zu merken. Dadurch verstärkt sich Ihr Glaube, sich Dinge merken zu können und auf diese Weise behalten Sie Gelerntes tatsächlich besser. Das ist weit mehr als eine sich selbst erfüllende Prophezeiung. Ich stelle bei Klienten immer wieder fest, dass sie durch ihren individuellen Gedächtnispalast intensiveren Zugang zu ihrer natürlichen Genialität finden.


4. Emotionen werden beim Lernen mit abgespeichert

Es ist ein wichtiges Grundgesetz bei der Physiologie des Lernens: Alles, was Sie sich merken, speichern Sie automatisch mit den Emotionen ab, die Sie beim Lernen hatten. Wenn Sie sich Mathe immer nur mit Widerwillen gewidmet haben, dann ist dieser Widerwille untrennbar mit dem Fach verbunden.

Dasselbe gilt natürlich für positive Emotionen. Wenn Ihr erster Kuss eine schöne Erfahrung war, dann werden Sie sich immer gerne daran erinnern.

Positive Emotionen beim Lernen

Der Grund ist, dass die Speicherung von Emotionen beim Lernen in beide Richtungen funktioniert. Ohne Emotionen gibt es keine Erinnerung. Wenn Sie die Emotion wachrufen, dann kommt das Gelernte gleich mit hoch.

Je stärker ein Lernreiz vom "Gefühlszentrum" im limbischen System wahrgenommen wird, desto mehr Botenstoffe werden ausgeschüttet. Die Botenstoffe beeinflussen als Neurotransmitter die Signalübertragung zwischen den Nervenzellen. Das gilt zwar sowohl für positive als auch für negative Emotionen. Mit positiven Emotionen jedoch steigt der Glaube an sich selbst. Sie können dann in einen regelrechten Lernrausch geraten.

Es macht einfach glücklich, mehr zu wissen als vorher und sich Dinge gut merken zu können. Genau das gelingt mit einem Gedächtnispalast. Mit diesen positiven Emotionen gelingt es noch leichter, sich alles Wichtige einzuprägen. Wenn Sie sich einen Gedächtnispalast aufbauen, werden Sie merken, dass sich das gar nicht wie Lernen anfühlt.


Abrufen von Informationen im Gedächtnispalast

Es gibt zwei grundsätzlich verschiedene Arten, sich mit Hilfe eines Gedächtnispalastes an Lerninhalte zu erinnern. Die beiden Arten schließen sich nicht aus, sondern ergänzen einander. Ich habe in meiner Praxis festgestellt, dass es Menschen gibt, die entweder die eine oder die andere Art bevorzugen.


Bewusste Nutzung des Gedächtnispalastes

Dies ist die bekannteste Art und wird in der Literatur häufig als einzige Möglichkeit beschrieben.

Sie ist einfach erklärt: Wenn Sie Ihren Gedächtnispalast aufgebaut haben, dann schreiten Sie mental immer wieder die Gänge, Treppen, Räume, Regale und Kommoden ab. Sie rufen sich die dort gespeicherten Inhalte in Erinnerung. Wenn Sie dann bewusst auf einen bestimmten Inhalt, ein bestimmtes Detail oder einen anderen Wissensbaustein zugreifen wollen, dann gehen Sie in Ihrer Vorstellung genau an den Ort Ihres Palastes, an dem Sie die Information abgelegt haben.

Das ist ein bewusster Akt und eine sehr effiziente Methode, sich Lernstoff einzuprägen und ihn wieder abzurufen.

Unser Gehirn ist allerdings ein so wundervolles Lernorgan, dass es noch eine weitere Möglichkeit gibt, den Gedächtnispalast einzusetzen.


Unbewusste Nutzung des Gedächtnispalastes

Ich bin unter anderem Hypnotherapeutin und arbeite daher sehr gerne zusätzlich mit unseren unbewussten Ressourcen. Dafür eignet sich der Gedächtnispalast ebenfalls ganz hervorragend.

Kennen Sie das, Sie sehen irgendein Bild oder hören einen Song und sofort steigen in Ihnen Erinnerungen hoch? Das sind sehr schnelle unbewusste Prozesse. Sie waren im Urlaub, haben dort oft ein Lied gehört. Wenn Sie später dieses Lied hören, sind sofort die Urlaubserinnerungen wieder da.

Einen Gedächtnispalast können Sie mit verschiedenen Räumen ausstatten. Die Räume tragen unterschiedliche Energien in sich. Sie sind mit bestimmten Farben, Möbeln und Bildern gestaltet. Wenn Sie bewusst lernen, können Sie sich mental in einen passenden Raum begeben. Dort nehmen Sie den Lernstoff auf. Wollen Sie sich später daran erinnern, gehen Sie einfach wieder gedanklich in den Raum und Ihr Unbewusstes wird Ihnen raschen Zugriff auf den Lernstoff verschaffen.

Das können Sie verstärken, indem Sie einen inneren Bibliothekar oder Archivar damit beauftragen, Ihnen den Lernstoff zur Verfügung zu stellen. Ihr Bewusstsein wird dabei sagen: „Hä?“. Ihr Unbewusstes wird jedoch sagen: „Alles klar, machen wir.“


Einen eigenen Gedächtnispalast aufbauen: So geht's

Ich werde Ihnen kurz schildern, wie ich mit Klienten einen Gedächtnispalast aufbaue. Das gibt Ihnen sicherlich Inspirationen für Ihren eigenen Palast.

Leichte Trance

Leichte Trance

Nachdem ich gerne sowohl die bewusste als auch die unbewusste Wirkung des Gedächtnispalastes nutze, führe ich meine Klienten erst einmal in eine Trance.

Die Trance ist so leicht, dass Sie dabei mit mir sprechen können. In der Trance gelangen Sie in eine innere Landschaft und bewegen sich zu Ihrem persönlichen Gedächtnispalast. Sie nehmen ihn zunächst nur von außen wahr und betreten ihn dann.

Im Inneren erschaffen Sie nach und nach verschiedene Räume. Sie prägen sich den Grundriss des Gedächtnispalastes exakt ein. Jeden Raum beschreiben Sie ganz genau und nehmen alle Einzelheiten in sich auf: Die Innenarchitektur des Raumes mit Fenstern, Böden, Wänden, Farben, Sitzmöbeln, Pflanzen, Bildern, Schränken, Regalen, Kommoden und Objekten.

Jeder Raum hat eine bestimmte Bedeutung und damit eine spezifische Energie. Die nehmen Sie mit allen Sinnen wahr und saugen sie in sich auf. Nun können Sie damit beginnen, konkreten Lernstoff in Bilder oder Symbole zu packen und diese als Objekte in den Räumen zu platzieren. Es hat sich bewährt, für jedes große Themengebiet einen eigenen Raum zu schaffen.


Die Ausstellung

Ausstellungsfläche in einem Gedächtnispalast für Prüfungen

Schüler und Studenten profitieren übrigens sehr davon, wenn sie ihren Gedächtnispalast so aufbauen, dass sie eine Ausstellungsfläche besitzen. Das kann ein Museum sein oder eine interaktive Ausstellung.

Wer auf eine Prüfung hin lernt, sollte sich angewöhnen, den prüfungsrelevanten Stoff in einen gewissermaßen öffentlich zugänglichen Raum zu packen. Auch das hört sich mit dem bewussten Verstand merkwürdig an, in einer leichten Trance ist das jedoch ein völlig logischer Vorgang, der auch wieder von einem inneren Archivar unterstützt werden kann.


Gedächtnispalast aufbauen wie Hermines Handtasche

Der Gedächtnispalast ist übrigens innen wesentlich größer als von außen sichtbar. Das ist genauso wie bei der Handtasche von Harry Potters Freundin Hermine. Von außen mag sie klein und unscheinbar wirken, aber der Stauraum innen ist quasi unendlich.

Ein weiteres Merkmal des Gedächtnispalastes ist, dass er sich verändert. Die einmal geschaffene Struktur von Räumen sollte zwar beibehalten werden – es sei denn, es sprechen gute innere Gründe dagegen. Der Grundriss der Räume und des Palastes kann jedoch beliebig erweitert werden. Es kommen weitere Gänge, Räume und Stockwerke hinzu. Räume werden innen größer und können sich in weitere Abschnitte unterteilen.

Jeder Raum ist ja einem Themengebiet zugeordnet. Wenn sich im Lernprozess das Thema ausweitet, wächst der benötigte Raum einfach mit. Wenn Sie Ihren Gedächtnispalast aufbauen, werden Sie fasziniert feststellen, dass er umso intensiver wirkt, je voller er wird. Er sollte also so oft wie möglich genutzt werden.


Den Gedächtnispalast beim Lernen aufbauen

Sowohl für die bewusste als auch für die unbewusste Nutzung des Gedächtnispalastes ist es wichtig, dass Sie sich mental in einem passenden Raum befinden, während Sie lernen oder lesen. Dadurch nehmen Sie während des Lernens die Energie des Raumes in sich auf. Sie wissen ja: Beim Lernen werden die Emotionen mitgelernt.

Nach jedem Leseziel können Sie in Ihrem Raum eine kleine Pause einlegen, um die Lerninhalte bewusst darin abzulegen.


Gedächtnispalast aufbauen: Anleitung

1. Struktur des Palastes

Zunächst erschaffen Sie den Palast von außen. Dann betreten Sie ihn und beginnen damit, einen Grundriss von einigen Räumen zu schaffen. Beginnen Sie mit wenigen Räumen. Es darf sich niemals das Gefühl von Überforderung einstellen. 

2. Räume und Themen

Stellen Sie sich jeden einzelnen Raum so exakt und deutlich wie irgend möglich vor. Ganz visuell und plastisch. Nutzen Sie dabei die gesamte Bandbreite Ihres visuellen Vorstellungsvermögens^3. Verbinden Sie bei der Erschaffung jeden Raum mit einem bestimmten Thema.

3. Wissen in die Räume

Verwandeln Sie jeden Informationsbaustein, den Sie abspeichern wollen, in ein Bild oder Symbol. Platzieren Sie das Symbol dann so bewusst und genau wie möglich im jeweiligen Raum.

4. Training

Gehen Sie mental täglich 15 Minuten in Ihren Gedächtnispalast. Genießen Sie es, die Gänge, Treppen und Räume abzuschreiten und überlegen Sie überall, was Sie dort abgelegt haben. Wenn es Ihnen nicht einfällt, haben Sie eine Wissenslücke identifiziert, herzlichen Glückwunsch!

5. Abrufen

Wenn Sie Zugriff auf Ihr Wissen haben möchten, dann gehen Sie ganz genau die Route ab, die Sie vorbereitet haben und die Ihnen schon vertraut ist. Sobald Sie in Gedanken vor einem Symbol stehen, wird Ihnen die damit verknüpfte Information leicht wieder einfallen.

Raum im Gedächtnispalast


Fußnoten und Quellen

^1: Mnemotechniken haben ihren Namen von der griechischen Göttin der Erinnerung, Mnemosyne. Sie ist übrigens die Tochter der Erdmutter Gaia und des Himmelsvaters Uranos. Außerdem ist sie die Mutter der 9 Musen.

^2: Cicero nennt im ersten Buch von "De Oratore" ("Über den Redner") das Gedächtnis die "Schatzkammer aller Dinge". Als Lerncoach verstehe ich das durchaus wörtlich und damit räumlich; nicht nur metaphorisch, sondern mental visuell und räumlich.
Cicero schreibt kurz über "das in der Gedächtniskunst gelehrte Verfahren [...], seine Gedanken an gewisse Orte und Bilder zu knüpfen". Ausführlicher beschreibt er das nicht, vermutlich weil seine zeitgenössischen Leser genau wussten, was er damit meinte.
Im zweiten Buch von "De Oratore" erfahren wir von Cicero eine Geschichte über die Entdeckung der Loci-Technik:

Geschichte des Simonides von Keos

Man erzählt sich, der Dichter Simonides habe einmal bei einem reichen Mann gespeist. Beim Gastmahl hat Simonides ein Lied gesungen, das er für seinen Gastgeber gedichtet hatte und für das er bezahlt werden sollte. Nach Art der Dichter hat er nicht nur seinen Gastgeber gepriesen, sondern zur Ausschmückung des Liedes auch die Zwillinge Kastor und Polydeukes (lat: Castor und Pollux) besungen. Von den beiden gibt es spannende Geschichten zu erzählen, denn sie haben viele Abenteuer bei den Argonauten erlebt, Kastor war ein berühmter Faustkämpfer und Polydeukes ein großartiger Pferdebändiger.

Der Gastgeber war nach der Darbietung so knickerig, dass er dem Simonides nicht seinen ganzen Lohn auszahlen wollte, sondern nur die Hälfte. Er spottete, der Simonides solle sich doch die andere Hälfte von den Zwillingen holen, die er so gelobt habe.

Bald darauf wurde Simonides gebeten, er möge herauskommen, zwei junge Männer wünschten ihn zu sprechen. Er ging also hinaus, draußen war aber niemand. Erst wunderte er sich, doch dann stürzte der Raum, in dem das Gastmahl stattgefunden hatte, ein und alle wurden unter den Trümmern begraben.

Die Angehörigen wollten nun ihre Liebsten bestatten, aber wie sollte das gehen? Alle waren so zerschmettert, dass man sie nicht voneinander unterscheiden konnte. Da erinnerte sich Simonides an jeden einzelnen Gast und an dessen Platz an der Tafel. So konnte er den Angehörigen zeigen, wen sie zu bestatten hatten.

Erstmals Beschreibung der Loci-Technik

Seither erzählt man sich, dass es "die Ordnung sei, die dem Gedächtnis Licht verschaffe". Wer sich etwas merken will, der soll sich zunächst Orte auswählen. Dann soll man sich das, was man sich merken will, mit einem Bild vorstellen und mit den Orten verknüpfen. "So würde die Ordnung der Orte die Ordnung der Sachen bewahren; die Sachen selbst aber würden durch Bilder bezeichnet". Statt Büchern können wir uns also Orte merken und statt Buchstaben bedienen wir uns der Bilder.

Wenn man die Orte in einem inneren Gedächtnispalast anordnet, dann erschafft man sich dadurch eine großartige Merkhilfe und verbessert das eigene Gedächtnis signifikant. Spaß macht es auch noch 🙂

[Die Zitate stammen aus https://www.gottwein.de/Lat/CicDeOrat/de_orat01de.php]


^3 Wir sind alle unterschiedlich gestrickt.

Visuelles Vorstellungsvermögen 

Es gibt Menschen, die sich so hervorragend etwas visuell vorstellen können, dass sie sogar klare Bilder und Filme sehen können. Ihnen fällt es natürlich leicht, sich ihren Gedächtnispalast mit allen visuellen Details zu erschaffen und vorzustellen. Sie sind sehr schnell, wenn sie einen Gedächtnispalast aufbauen.

Es gibt jedoch auch Menschen, denen das schwerer fällt. Ich zum Beispiel. Ich bin sehr auditiv orientiert. Bilder zu sehen, fällt mir schwer und Filme sehe ich gar nicht. Ich träume übrigens auch nur in Worten und nicht in Bildern. In den letzten Jahren habe ich mein visuelles Vorstellungsvermögen intensiv trainiert und dadurch ist es mittlerweile leichter für mich, neue visuelle Objekte abzuspeichern. Vielleicht fragen Sie sich, wie ich das gemacht habe:

Wenn ich meinen Gedächtnispalast mit neuen Informationen weiter aufbaue, dann spreche ich mir die Farben, die Gestaltung, die Möbel und Objekte innerlich laut vor. Ich beschreibe mir mit Worten, wie ich die Treppe hinaufgehe, um welche Ecke ich biege und wie die Türen der Räume von außen aussehen.

Wenn ich einen neuen Raum erschaffe, dann ist er buchstäblich leer, wenn ich die Tür öffne. Ich überlege mir erstmal für jede Wand einzeln, wie sie aussehen soll. Ich beschreibe mir bewusst, welche Farbe, Struktur und Beschaffenheit alles haben soll. Das ist mühsamer als bei visuellen Lernern, aber es ist meine Vorgehensweise, mir alles abzuspeichern.

Beim Abrufen wende ich übrigens fast ausschließlich die unbewusste Nutzung an, denn das geht für mich bedeutend schneller.


Wenn Sie ebenfalls Ihren eigenen Gedächtnispalast aufbauen wollen und Sie wünschen sich Unterstützung dabei, dann vereinbaren Sie einen Termin mit mir. Ich liebe es, mit anderen Menschen deren Palast aufzubauen und leite Sie gerne an. Hier können Sie sich einen Termin in meinem Online-Kalender aussuchen: https://lernen.youcanbook.me

Ihre Astrid Brüggemann


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Jetzt ist es Zeit für mehr Leichtigkeit.

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