AGB

§ 1 Geltungsbereich, Vertragspartner & Struktur

1.1 Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen Astrid Brüggemann, Ettalstr. 40a, 81377 München, E-Mail: ki@astridbruggemann.com, USt-IdNr. DE317718039 (nachfolgend „Anbieterin") und ihren Kunden.

1.2 Diese AGB gelten ausschließlich gegenüber Unternehmern im Sinne des § 14 BGB. Verbrauchern im Sinne des § 13 BGB ist der Kauf im Online-Shop sowie die Buchung von Leistungen ausdrücklich untersagt. Bestellungen durch Verbraucher werden nicht angenommen.

1.3 Diese AGB sind in zwei Teile gegliedert: Teil A regelt die Bereitstellung von digitalen Inhalten über den Online-Shop. Teil B regelt Individualleistungen wie Keynotes, Vorträge, Workshops, Crashkurse und strategische Beratung. Bestimmungen unter „Gemeinsame Bestimmungen" gelten für beide Teile.

1.4 Entgegenstehende oder von diesen AGB abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht anerkannt, es sei denn, die Anbieterin hat ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt.

TEIL A: Digitale Produkte & Online-Shop

§ 2 Vertragsgegenstand, Zugangsdauer & Systemvoraussetzungen

2.1 Gegenstand des Vertrages in Teil A sind digitale Produkte im Sinne der §§ 327 ff. BGB, insbesondere Online-Schulungen, Video-Kurse und digitale Schulungsmaterialien. Eine physische Lieferung findet nicht statt.

2.2 Die Anbieterin gewährt dem Kunden ab der Bereitstellung der Zugangsdaten für einen Zeitraum von 12 Monaten Zugang zu den gebuchten digitalen Inhalten auf der Online-Lernplattform. Nach Ablauf dieser Frist erlischt der Zugang automatisch, sofern nicht individuell eine Verlängerung vereinbart wurde. Die Bereitstellung der Zugangsdaten erfolgt in der Regel innerhalb von 24 Stunden nach Zahlungseingang.

2.3 Die Bereitstellung erfolgt unter der Voraussetzung, dass der Kunde die notwendigen Systemvoraussetzungen (aktueller Webbrowser, stabile Internetverbindung mit ausreichender Bandbreite zur Videowiedergabe) auf eigene Kosten erfüllt.

§ 3 Vertragsschluss im Online-Shop

3.1 Die Darstellung der Produkte im Online-Shop stellt kein rechtlich bindendes Angebot, sondern eine Aufforderung zur Abgabe einer Bestellung dar.

3.2 Durch Anklicken des Bestellbuttons gibt der Kunde eine verbindliche Bestellung ab. Der Vertrag kommt zustande, wenn die Anbieterin die Bestellung durch eine Auftragsbestätigung per E-Mail annimmt oder den Zugang zum Produkt bereitstellt.

§ 4 Preise, Zahlung & Reverse Charge

4.1 Alle Preise verstehen sich in Euro zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer.

4.2 Bei Kunden mit Sitz im EU-Ausland, die über eine gültige Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.) verfügen, erfolgt die Rechnungsstellung im Reverse-Charge-Verfahren (Umkehrung der Steuerschuldnerschaft); der Kunde ist in diesem Fall für die ordnungsgemäße Versteuerung im Bestimmungsland selbst verantwortlich. Bei Kunden außerhalb der EU erfolgt die Leistung nach § 3a Abs. 2 UStG steuerfrei am Leistungsort des Kunden; der Kunde ist für die Versteuerung im eigenen Land verantwortlich.

4.3 Die Zahlung im Online-Shop erfolgt grundsätzlich per Vorkasse über die angebotenen Zahlungsmethoden (Kreditkarte via Stripe, PayPal oder Sofort-Überweisung).

4.4 Bei der Zahlungsart Überweisung ist der Rechnungsbetrag innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt der Rechnung ohne Abzug fällig, sofern auf der Rechnung kein abweichendes Zahlungsziel ausgewiesen ist. Das gilt auch, wenn die Anbieterin ausnahmsweise Rechnungskauf per Überweisung gewährt.

§ 5 Kein Widerrufsrecht & Verbindlichkeit

5.1 Da der Kunde als Unternehmer handelt, steht ihm kein gesetzliches Widerrufsrecht zu. Käufe digitaler Produkte sind verbindlich und nicht erstattungsfähig.

§ 6 Gewährleistung für digitale Produkte

6.1 Für digitale Produkte gelten die gesetzlichen Bestimmungen der §§ 327 ff. BGB mit der Maßgabe, dass die Gewährleistungsfrist auf 12 Monate ab Bereitstellung der Inhalte verkürzt wird.

6.2 Der Kunde hat bereitgestellte digitale Inhalte unverzüglich nach der Freischaltung zu untersuchen und erkennbare Mängel der Anbieterin unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb von 7 Werktagen, schriftlich unter genauer Beschreibung anzuzeigen. Soweit der Kunde Kaufmann ist, gilt § 377 HGB; im Übrigen gilt im Rahmen des B2B-Verkehrs eine entsprechende vertragliche Untersuchungs- und Rügepflicht. Unterbleibt die Anzeige, gelten die digitalen Inhalte als genehmigt, es sei denn, dass es sich um einen Mangel handelt, der bei der Untersuchung nicht erkennbar war.

6.3 Ein Mangel liegt vor, wenn die digitalen Inhalte nicht die vertraglich vereinbarte Beschaffenheit aufweisen oder sich nicht für die nach dem Vertrag vorausgesetzte Verwendung eignen. Geringfügige oder geschmacksabhängige Abweichungen (z. B. Didaktik, Sprechtempo oder visuelle Gestaltung) begründen keinen Mangel.

TEIL B: Individualleistungen (Keynotes, Workshops, Strategische Beratung)

§ 7 Vertragsschluss bei Individualleistungen

Bei Keynotes, Vorträgen, Crashkursen und strategischer Beratung erfolgt der Vertragsschluss individuell (in der Regel durch schriftliche Bestätigung oder Gegenzeichnung eines separaten Angebots/Auftragsformulars auf Basis dieser AGB).

§ 8 Stornierungsregelungen (Ausfall durch den Kunden)

8.1 Da Termine für Keynotes und Individual-Workshops kurzfristig kaum neu vergeben werden können und exklusiv blockiert werden, gilt bei einer Absage oder Verschiebung durch den Kunden folgende Stornoregelung:

8.2 Bei Absage mehr als 30 Tage vor dem gebuchten und vereinbarten Termin: 50 % des vereinbarten Gesamthonorars werden als Ausfallentschädigung fällig.

8.3 Bei Absage 30 Tage oder weniger vor dem vereinbarten Termin: 100 % des vereinbarten Gesamthonorars werden fällig.

8.4 Bereits entstandene und nicht mehr kostenfrei stornierbare Reise- und Übernachtungskosten der Anbieterin sind in jedem Fall in voller Höhe vom Kunden zu erstatten.

8.5 Eine Verschiebung auf Wunsch des Kunden wird wie eine Absage behandelt, sofern die Anbieterin keinen neuen Termin innerhalb von 14 Tagen nach Eingang der Verschiebungsanfrage bestätigen kann. Maßgeblich für die Berechnung der Stornofrist gemäß 8.2 und 8.3 ist der Tag des Eingangs der Verschiebungsanfrage.

§ 9 Höhere Gewalt & Ausfall der Anbieterin

9.1 Ist die Anbieterin an der Erbringung der Leistung durch höhere Gewalt (z. B. schwere Krankheit, Unfall, behördliche Verbote oder unverschuldete Transportverzögerungen wie Flugausfälle) gehindert, entfällt die Pflicht zur Leistungserbringung.

9.2 In diesem Fall wird sich die Anbieterin bemühen, einen adäquaten Nachholtermin anzubieten. Kommt kein Nachholtermin zustande, werden bereits gezahlte Honorare zurückerstattet. Weitergehende Schadensersatzansprüche des Kunden (z. B. für Locationmiete, Event-Marketing oder bereits gebuchte Reisen Dritter) sind ausdrücklich ausgeschlossen.

§ 10 Mitwirkungspflichten des Kunden & Konsequenzen bei Verletzung

10.1 Für die Durchführung von Keynotes und Vor-Ort-Workshops stellt der Kunde rechtzeitig und kostenfrei die erforderliche technische Infrastruktur zur Verfügung (insbesondere einen funktionierenden, kompatiblen Beamer sowie einen stabilen, schnellen WLAN-Zugang am Vortragsort).

10.2 Kommt der Kunde dieser Mitwirkungspflicht nicht nach und kann die Leistung deshalb nicht, verspätet oder nur eingeschränkt erbracht werden, bleibt der volle Vergütungsanspruch der Anbieterin bestehen. Der Kunde trägt das Risiko für alle hieraus resultierenden Verzögerungen oder Leistungseinschränkungen.

GEMEINSAME BESTIMMUNGEN (Für Teil A und Teil B)

§ 11 Urheber- und Nutzungsrechte & Lizenzumfang

11.1 Alle Urheberrechte und geistigen Eigentumsrechte an den digitalen Produkten, Präsentationen, Workshop-Unterlagen, Konzepten, Prompts und Custom GPTs verbleiben ausschließlich bei der Anbieterin.

11.2 Beim Kauf digitaler Produkte über den Online-Shop erwirbt der Kunde, sofern nicht ausdrücklich abweichend vereinbart, eine Einzelnutzer-Lizenz. Das einfache, nicht übertragbare Recht zur Nutzung der Inhalte gilt ausschließlich für eine (1) konkret benannte Person zur internen Weiterbildung.

11.3 Jede darüber hinausgehende Nutzung, insbesondere die kommerzielle Verwertung, die Vervielfältigung, die Weitergabe an unberechtigte Dritte oder die pauschale Bereitstellung im Unternehmens-Intranet (Multi-User-Nutzung), ist strikt untersagt und bedarf im Einzelfall der vorherigen, ausdrücklichen schriftlichen Freigabe oder einer entsprechenden Lizenzerweiterung durch die Anbieterin.

§ 12 Haftungsbeschränkung

12.1 Die Anbieterin haftet unbeschränkt bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit sowie bei der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.

12.2 Bei leichter Fahrlässigkeit haftet die Anbieterin nur bei der Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht). In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Die Haftung für mittelbare Schäden, Mangelfolgeschäden und entgangenen Gewinn ist bei leichter Fahrlässigkeit ausgeschlossen.

12.3 KI-spezifischer Haftungsausschluss: Die Anbieterin übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Aktualität oder Fehlerfreiheit der durch genutzte oder gezeigte KI-Systeme generierten Ergebnisse (sog. Halluzinationen). Die wirtschaftliche und rechtliche Verantwortung für die Implementierung und Nutzung von KI-Strategien oder Tools im eigenen Unternehmen trägt ausschließlich der Kunde.

§ 13 Zahlungsbedingungen & Verzug

13.1 Die Bestimmungen dieses Paragraphen gelten für Individualleistungen gemäß Teil B. Für Käufe über den Online-Shop gelten primär die in § 4 festgelegten Zahlungsbedingungen (Vorkasse). Sofern nicht abweichend vereinbart, erfolgt die Rechnungsstellung bei Individualleistungen nach Leistungserbringung.

13.2 Das reguläre Zahlungsziel beträgt 14 Tage nach Rechnungsstellung. Akzeptiert die Anbieterin abweichende Einkaufsprozesse des Kunden (z. B. bei Konzernen), gilt ein Zahlungsziel von maximal 30 Tagen ab Rechnungsdatum als vereinbart.

13.3 Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Regelungen für B2B-Geschäfte (§ 288 Abs. 2 BGB); der Verzugszins beträgt 9 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz.

§ 14 Datenschutz

Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt streng nach den Vorgaben der DSGVO und gemäß der jeweils gültigen Datenschutzerklärung der Anbieterin, dauerhaft abrufbar unter https://astridbruggemann.com/datenschutz/.

§ 15 Anwendbares Recht, Gerichtsstand & Salvatorische Klausel

15.1 Es gilt ausschließlich deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).

15.2 Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist München.

15.3 Sollten einzelne Bestimmungen dieses Vertrages unwirksam oder undurchführbar sein oder nach Vertragsschluss unwirksam oder undurchführbar werden, bleibt davon die Wirksamkeit des Vertrages im Übrigen unberührt. An die Stelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung soll diejenige wirksame und durchführbare Regelung treten, deren Wirkungen der wirtschaftlichen Zielsetzung am nächsten kommen, die die Vertragsparteien mit der unwirksamen bzw. undurchführbaren Bestimmung verfolgt haben. Die vorstehenden Bestimmungen gelten entsprechend für den Fall, dass sich der Vertrag als lückenhaft erweist.

Stand: Juni 2026

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