Angst! Nein danke.

Angst! Nein danke.

Vermutlich treffen Sie beruflich und auch privat Menschen, von denen Sie sehr angetan sind, denn die haben vielleicht spannende Ideen und besondere Talente. Diese Menschen inspirieren Sie und bereichern Ihr Leben. Aber sie selbst sind unzufrieden mit sich und haben Angst. Sie verweilen für sich im grauen Alltag und ändern nichts.

Das ist doch traurig: Jemand tut Tag für Tag dasselbe, ist dabei unglücklich und lässt die eigenen Fähigkeiten auf dem Dachboden verstauben.

Man könnte sich auch denken: Wenn etwas nicht funktioniert, dann kann man doch was anderes versuchen. Das Interessante dabei ist: Wenn etwas nicht funktioniert und man will es irgendwie anders machen, dann ist es erst einmal völlig egal, in welche Richtung man etwas ändert. Denn jede Änderung hat mehr Chancen auf Erfolg als das Alte beizubehalten.

Genau das ist eine ganz logische Schlussfolgerung, nach der man sein Leben gestalten kann. Viele Menschen jedoch sind lieber über lange Zeit unzufrieden mit ihrem Leben oder mit Teilbereichen ihres Lebens, machen aber trotzdem immer so weiter. Der Grund dafür ist oft nicht einfach nur ein Verharren in Gewohnheiten. Das kommt zwar erschwerend hinzu, ist aber nicht der Hauptgrund. Der Hauptgrund ist die Angst.

So viel Angst…

Angst vor Neuem, Angst vor Veränderung, Angst vor Verlust, Angst vor Ungewissem, Angst vor Einsamkeit, Angst vor Existenzbedrohlichem, die Liste könnte endlos fortgeführt werden.

Dabei muss das gar nicht sein! Niemand ist seiner Angst ausgeliefert, sondern kann etwas dagegen tun! Voraussetzung dafür ist psychische Gesundheit; ich spreche hier nicht von pathologischen Ängsten, die müssen professionell behandelt werden. Aber wenn jemand psychisch gesund ist – was auch immer das ist 🙂 – dann hat jeder die Möglichkeit, etwas gegen die eigenen Ängste zu tun.

… kann man besiegen

Was braucht es dazu? Am Anfang steht eine von zwei Möglichkeiten.

Die erste Möglichkeit ist ein fester Wille, das Thema anzugehen. Die Unzufriedenheit zu ändern und sich mit den eigenen Begrenzungen und Ängsten auseinanderzusetzen. Ohne den eigenen Willen wird sich niemand verändern und sich seinen Ängsten stellen.

Es sein denn, die Lebenskrise ist schon so verschärft, dass man gar nicht mehr anders kann. Manchmal ist das Leben tatsächlich so freundlich, einem einen kräftigen A…tritt zu verpassen. Auf diese Weise wird man von außen gezwungen, etwas zu verändern. Das wäre dann die zweite Möglichkeit. Krankheiten kommen daher, plötzlich ist man geschieden, verliert den Job oder andere Nettigkeiten, die das Leben manchmal parat hält.

Wenn man in einer solchen Krise steckt, dann hilft kein positives Denken oder Schönreden oder sich in die Tasche lügen. Zuerst wird man die eigenen Wunden lecken. Man betrachtet die ganze Misere genau von allen Seiten und fühlt sich schrecklich dabei. Das ist eine wichtige Phase, die vermutlich jeder kennt.

Irgendwann aber wird es Zeit, wieder aufzustehen. Aufstehen, den Staub abschütteln und die Krone zurecht rücken.

Erfolg unterscheidet sich von Misserfolg nur darin, dass man ein einziges Mal öfter aufgestanden ist als man hingefallen ist. Nur ein einziges Mal öfter, das genügt bereits.

Schau genau!

Wenn man wieder auf den Beinen ist, hilft es sehr gut, wenn man sich traut, eine schonungslose und ehrliche Bestandsaufnahme zu machen. Was hat einen dahin gebracht? Was war der tiefere Grund für die Krise? Was kann man daraus lernen? Was kann man in Zukunft anders machen? Welche Stärke ist vielleicht plötzlich spürbar?

Möglicherweise ist auch schon ein Blick in die Zukunft möglich: Wie können Sie das, was Sie daraus gelernt haben, nun für sich nutzen, was können Sie daraus entwickeln?

Angst kann grundsätzlich auch ein guter Ratgeber sein. Immerhin sind wir die Nachfahren derjenigen, die vor den Säbelzahntigern davongerannt sind, wenn der Kampf zu gefährlich gewesen wäre.

Doch schau genau: Ist die Angst nur lähmend oder wirklich warnend?


Da war einmal einer, der hatte schreckliche Angst, Fehler zu machen. Zu dem sagte ein anderer: „Du machst den größten Fehler, den es gibt. Du versuchst nichts Neues!“


Nanu, ein Scheinriese

Angst hat eine erstaunliche Eigenschaft: Sie ist ein Scheinriese. Sie wird stärker, wenn man wegschaut und sie versucht zu ignorieren. Das kann man aber nutzen!

Wenn man genau hinschaut, sie ganz genau betrachtet, dann wird sie kleiner.

Wie geht das konkret? Man kann für sich Worst Case-Szenarios entwerfen und ganz genau prüfen, was schlimmstenfalls passieren kann, wenn man tatsächlich den Job hinwirft und das tut, wovon man schon lange geträumt hat. Oder wenn man tatsächlich den Partner loslässt, der einem nicht mehr gut tut. Intensiv betrachtete Worst Case-Szenarios verlieren ihren Schrecken, denn plötzlich gewinnt man neue Ideen, warum es vielleicht doch nicht ganz so schlimm kommen wird und es fallen einem Alternativen ein, die vorher nicht sichtbar waren.

Angst! Nein danke.Schauen Sie genau hin! Sehen die Piranhas im Bild tatsächlich schrecklich aus oder sind sie nicht eher belustigend, weil sie mit ihren komischen Gummizähnen völlig harmlos sind?

Und außerdem: Es ist nur ein Bild. Das ist nicht die Wirklichkeit. So wie viele Ängste auch… Sie können ja mal darüber nachdenken.

Das Leben kann zum Spaziergang werden!

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