Schnelleres Lesen, Biohacks und Selbstoptimierung

Schneller lesen wird mit Selbstoptimierung gleichgesetzt. Noch schneller, noch effizienter, noch leistungsfähiger zu sein, um in den Anforderungen des Marktes zu überleben. Was steckt eigentlich dahinter?

Gehören Schnell-Lese-Techniken zum Biohacking-Trend?

Mit Hightech-Stützstrümpfen können Sie nächtliche Atemaussetzer verhindern und Ihren Schlaf verbessern, damit Sie tagsüber leistungsfähiger sind. Mit einer Lichtdusche aus ultraviolettem Licht beeinflussen Sie Ihren Energiestoffwechsel (Mitochondrien) und Ihren Hormonhaushalt (Dopamin, Vitamin D), so dass Sie energiegeladener und nochmals leistungsfähiger werden. Sie können sich auch wie Rich Lee eine Flüssigkeit spritzen, mit der Ihr Myostatin-Gen ausgeschaltet wird und sich somit Ihre Muskelmasse verdoppelt wie bei einem Mastschwein.

Für Studenten und Lernende jeden Alters ist natürlich der Chip besonders interessant, mit dem Sie per Fernsteuerung Ihre Gehirnfrequenzen modifizieren können, um so alle gewünschten geistigen oder emotionalen Zustände zu induzieren.

Wenn ich aus good old Europe zum Silicon Valley hinüber schaue und die Biohacking-Trends dort beobachte, reibe ich mir manchmal verwundert die Augen. Dann öffne ich sie wieder, denn Schnell-Lese-Techniken sind schließlich auch ein machtvolles Tool für die eigene Selbstoptimierung. Die Nutzung der vorbewussten Informationsaufnahme ist um ein Vielfaches effizienter als das konventionelle Lesen mit dem bewussten Verstand. So gesehen, gehören Schnell-Lese-Techniken zum Biohacking.

Biohacking als Optimierungstool ist nur durch die menschliche Fantasie begrenzt. Immerhin brauchen Sie als Schnell-Leser nicht zum Cyborg zu werden, denn Sie benötigen dafür keinen Chip und keine Gerätschaft, sondern nur Ihr wundervoll ausgerüstetes Gehirn und Ihre Augen.

Sind Schnell-Lese-Techniken Biohacking?

Mehr Fragen als Antworten

Leistung und Konzentration müssen optimiert werden, um Erfolg zu haben. Erfolg ist zwingend notwendig und wird nicht hinterfragt. Das Optimum muss aus Geist und Körper herausgeholt werden. Das Über-sich-Hinauswachsen und das Werden zur Version 2.0 des eigenen Selbst ist eine Lebensaufgabe.

Ganz ehrlich: Ist das so? Und noch viel wichtiger ist die Frage: Wollen wir das?

Was geschieht eigentlich mit uns, wenn wir Entspannung nur als Mittel zur weiteren Optimierung verstehen? Was ist Erfolg überhaupt? Und will ich mich als Schnell-Lese-Trainerin in die Selbstoptimierungswelle eingliedern? Wundern Sie sich bitte nicht, wenn hier mehr Fragen als Antworten aufgeworfen werden. Spannende Fragen sind viel interessanter als fertige Antworten.

Schnelleres Lesen und Selbstoptimierung als Selbstzweck?

In meinen Trainings verbinden sich die Teilnehmer immer mit ihren eigenen höheren Zielen. Wenn Sie den Wunsch haben, einen bestimmten Text lesen zu wollen und es ist Ihnen bewusst, weshalb Sie das wollen, dann lesen Sie automatisch fokussierter und konzentrierter.

Zielgerichtetes Lesen dient schnellerem Lesen auf zweifache Weise: Zum einen beschleunigt es den Leseprozess. Denn ein Ziel dient Ihrem Bewusstsein als Filter für Ihre Wahrnehmung. So konzentrieren Sie sich auch bei langen Texten auf die Passagen, die Ihrem Leseziel dienen.

Zum anderen bewirken die höheren Ziele beim Lesen, dass Ihr gesamtes System offen ist für die Informationen aus den Texten. Kennen Sie das Phänomen, dass Sie etwas lesen und 5 Minuten später wissen Sie schon nicht mehr, was Sie eben gelesen haben? In diesem Fall war der Lesestoff wohl nicht relevant für Sie. Wenn Sie das erkennen, bevor Sie mit dem Lesen beginnen, sparen Sie sich viel Zeit.

Das Optimieren von Leseprozessen ist eine sehr beglückende Aufgabe. Allerdings nur, wenn das Lesen der Informationsaufnahme dient und nicht dem Genuss. Das ist für viele Teilnehmer von Schnell-Lese-Trainings eine wichtige Erkenntnis: Genuss-Lesen darf bitte weiterhin ineffizient und langsam verlaufen, mit vielen Denkpausen und einem sanften Einschlummern nach wohlschmeckenden Zeilen.

Lesen, um Informationen zu gewinnen, ist demgegenüber eine Kulturtechnik, die tatsächlich optimiert werden sollte. Ganz überwiegend nehmen Menschen das Leben heute als stressiger wahr als noch vor 15 oder 20 Jahren. Alles, was zur Reduktion des Stresses dient, ist daher hochwillkommen. Schnelleres Lesen und Selbstoptimierung allerdings nicht als Selbstzweck, sondern für die Erhöhung der eigenen Lebensqualität. 

Stess verhindert sowohl schnelleres Lesen als auch Lebensqualität

Datenquelle: Statista.de


Was steckt hinter dem Wunsch nach Selbstoptimierung?

Wir alle haben bestimmte innere Antreiber. Sie sorgen dafür, dass wir die Dinge tun, die wir tun. Es ist natürlich sehr hilfreich, die eigenen Antreiber zu kennen, denn manchmal tun wir auch Dinge, die wir eigentlich nicht tun wollen und die uns nicht gut tun. Hier finden Sie einen ausführlichen Test mit Hinweisen, wie Sie Ihren unerwünschten Antreibern entkommen können.

Das einzig Stetige im Leben ist der Wandel. Auch in uns Menschen ist es angelegt, dass wir uns permanent verändern. Natürlich soll die Veränderung zum Besseren gehen. Wir streben danach, immer mehr die Person zu werden, die wir sein könnten, wenn wir uns noch mehr anstrengen würden. Noch mehr Sport machen, noch erfolgreicher im Beruf, eine noch gesündere Lebensweise, noch besser im Bett, noch schlagfertiger werden... Die Optimierungsmöglichkeiten sind endlos.

Das alles kippt, wenn die negativen Auswirkungen überwiegen. Das Streben nach Perfektion kann sehr unglücklich machen. Besonders wenn die Selbstoptimierung von außen getriggert wird und von Produkten abhängt, die Sie kaufen sollen. Die Folge von erkaufter Optimierung ist kein erfülltes und glücklicheres Leben, sondern eine innere Leere. 

Wie hängt schnelleres Lesen mit Selbstoptimierung zusammen?

Für mich als Schnell-Lese-Trainerin sind ethisches Handeln und die Ausrichtung an meinen Unternehmenswerten essenziell. Meine Mission ist es, mehr Leichtigkeit in die Welt zu bringen. Druck, Stress und Angst verhindern, dass Sie Ihr Potential leben können.

Entspannung und Leichtigkeit führen zu mehr Kohärenz in Ihrem Herzen und in Ihrem Gehirn. Das ist übrigens messbar. Ich nutze bei Klienten vor Ort ein Biofeedback-Gerät, mit dem Sie sehen können, wie Ihre Gedanken Ihre Herzratenvariabilität beeinflussen.

Wenn Sie lernen, mit Motion Reading schneller zu lesen, erzielen Sie weit mehr als nur eine Vervielfachung Ihrer Lese-Effizienz. Schneller lesen zur Selbstoptimierung ist kein Selbstzweck. Sie lernen vielmehr, auf Ihre Intuition zu achten und sich auf das zu konzentrieren, was Ihnen in diesem Augenblick gut tut. Das ist eine massive Erhöhung Ihrer Lebensqualität und damit vielleicht ein Biohack im besten Sinne.


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